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Krisenvorsorge spielerisch vermitteln: Kinder testen Serious Game Krisopolis

Junger Spieletester probiert das Serious Game Krisopolis im emergenCITY-Lab der TU Darmstadt aus. © / emergenCITY

Digitale Spiele üben eine enorme Anziehungskraft auf Kinder aus. Kann man diese Neugier nutzen, um sie spielerisch an ernste Themen heranzuführen? Deshalb luden emergenCITY und DiReX junge Spieletester:innen am 26. September an die TU Darmstadt ein, um das Serious Game Krisopolis auszuprobieren.

Mit Krisopolis, einem Serious Game aus dem Forschungszentrum LOEWE emergenCITY, sollen auch Kinder und Familien auf unterhaltsame Weise lernen, wie sie sich in Krisensituationen richtig verhalten. Um das Spiel weiterzuentwickeln, stand jetzt ein Usabilty Test mit ganz jungen Spieletester:innen und ihren Eltern an. Dabei holten sich das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) und das LOEWE-Zentrum emergenCITY Unterstützung von der Darmstädter Agentur quäntchen + glück.

Workshop im Vorfeld des Usability Tests

Bevor das Spiel getestet wurde, organisierte quäntchen + glück einen Workshop zu Zielgruppen und Zielen des Tests. Dabei setzte die Agentur Co-Creation gezielt ein, um die beiden Zentren von Anfang an in Entwicklungsprozesse einzubinden. Im Workshop diskutierten die Forschenden von DiReX und emergenCITY, welche Zielgruppen Krisopolis ansprechen soll und wie das Spiel gestaltet werden muss, um diese zu erreichen. Dabei wurde deutlich, dass Kinder, Jugendliche und ihre Eltern im Mittelpunkt stehen. Sie sind entscheidend, wenn es darum geht, Krisenwissen frühzeitig und spielerisch zu vermitteln, auch etwa an Schulen oder Projekttagen.

Usability Test vor Ort im Lab

An diese Erkenntnisse knüpfte der Usability-Test von Krisopolis an, zu dem Kinder mit ihren Eltern ins emergenCITY-Lab an der TU Darmstadt kamen. Während die jungen Spieletester:innen das Mobile Game ausprobierten, führten die Forschenden Interviews mit den Eltern, um Einblicke in Nutzungserfahrungen, Erwartungen und mögliche Hürden zu gewinnen. Gefragt wurde etwa, welche Rolle digitale Lernspiele im Familienalltag spielen, woran Eltern ein „gutes“ Serious Game erkennen und was sie davon abhalten könnte, solche Spiele gemeinsam mit ihren Kindern zu nutzen.

Die Auswertung der Rückmeldungen übernimmt quäntchen + glück, um daraus Impulse für die Weiterentwicklung des Spiels zu gewinnen. Ziel ist ein Serious Game, das nicht nur Spaß macht, sondern auch das Bewusstsein für Krisenvorsorge und Resilienz stärkt.

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