Experte für Reallabore, städtische Netzwerke und urbane Transformation berät DiReX
Andreas Koch von der Initiative „Team Stadtlabor Heidelberg“ ist Experte für Reallabore und urbane Transformation. Als Expert-in-Residence berät er DiReX. © Michèle Knodt / DiReX
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Andreas Koch von der Initiative „Team StadtLabor Heidelberg“ der Universität Heidelberg begleitet das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) als Expert-in-Residence.
Mit dem Reallabor „Urban Office – Nachhaltige Stadtentwicklung in der Wissensgesellschaft“ an der Universität Heidelberg 2015 fing alles an: Andreas Koch, der nach seiner Karriere im Real Estate Development gerade ein Co-Working Space im Heidelberger Druckmaschinenareal aufbaute und sich als Förderer und Investor persönlich einbrachte, begeisterte sich für die Idee des neuen Reallabors und stieg als Praxispartner mit ein.
Reallabore ermöglichen es, Innovationen für eine befristete Zeit auszuprobieren, ohne an zu viele rechtlichen Hürden zu stoßen. Ziel des auf drei Jahre angelegten Reallabors Urban Office der Universität Heidelberg, das vom Wissenschaftsministerium in Baden-Württemberg gefördert wurde, war es, Forschung und Praxis zu urbaner Transformation durch vier Promotionsstellen zusammenzubringen. Themen waren unter anderem nachhaltige Mehrgenerationen-Wohnkonzepte, die Entstehung neuer Wissensorte und neue Methoden der Bürger:innenbeteiligung.
Andreas Kochs Leidenschaft für zukunftsorientierte Stadtentwicklung wurde geweckt, auch als Fördervereinsmitglied der Akademie der Wissenschaften Heidelberg und der Universität Heidelberg.
Stadtentwicklung proaktiv mitgestalten
„Das Reallabor lieferte wertvolle Ideen, die nicht einfach verglühen sollten“, erklärt Andreas Koch. „Die Erkenntnisse wollten wir für die nachhaltige Stadtentwicklung weiter nutzen. Deshalb gründeten wir den Verein ‚Urban Innovation – Stadt neu denken‘.“
Seit 2017 lädt der Verein dazu ein, die Stadtentwicklung in Heidelberg aktiv mitzugestalten. Dafür vernetzt er Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft und organisiert Veranstaltungen.
Daneben engagiert sich Andreas Koch in weiteren Reallaboren unter anderem zur Stärkung der Demokratie, Wissenschaftsfreiheit und Volkswirtschaft in Europa, zu regional integrierten Rechenzentren, KI in der Verwaltung und nachhaltiger Mobilität. Darüber hinaus begleitet er die studentische Initiative Team Stadtlabor Heidelberg. Studierende bringen hier Ideen zur nachhaltigen Stadtentwicklung ein und setzen sie gemeinsam mit Bürger:innen vor Ort um.
Sein Wissen zu Reallaboren, zur Resilienz von Städten und seine Kontakte in Wirtschaft und Wissenschaft will der Experte nun auch in DiReX einbringen. Erste gemeinsame Treffen während des InnoDays 2025 im Oktober und zur Eröffnung des Krisopolis-Games im Dezember gab es bereits.
Projektinhalte in Netzwerke bringen
„Wir freuen uns mit Andreas Koch einen Experten zu gewinnen, der Projektinhalte kritisch reflektieren und Innovationen sowie Inhalte aus der Forschung in bestehende Netzwerke einbringen wird“, sagte Michèle Knodt, Direktorin von DiReX und Professorin für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt. Reallabore sind ein fester Bestandteil von DiReX, um den Transfer der emergenCITY-Forschung zu gewährleisten.
Andreas Koch ergänzt : „Meine Idee ist, StadtLabor Teams wie in Heidelberg auch an andere Universitätsstädte zu bringen, Studierende als proaktive, frühzeitige Teilgeber und spätere Stakeholder oder Shareholder zu fördern und den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Form von Citizen Science weiter voranzutreiben, um die Lebensqualität in Europa zu verbessern.“