Mit Bürger:innen im Dialog zu Darmstadts Digitalstrategie
Michèle Knodt (Mitte), DiReX-Direktorin und stellvertretende Koordinatorin von emergenCITY und Christian Wagner, Brandoberrat und stellvertretender Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Darmstadt (links), hier mit Elisa Berg, Geschäftsführerin von DiReX, im Bild, beantworteten die Fragen der Besucher:innen zu Sicherheit, Bevölkerungsschutz und Resilienz. © / DiReX
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Was bedeutet es, wenn eine Stadt digital wird? Wie kann Digitalisierung helfen, eine Stadt partizipativer, effizienter, nachhaltiger und krisenfester zu gestalten? Um diese Fragen drehte sich die Dialogveranstaltung zur neuen Digitalstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Dienstag, 3. März 2026 in der Centralstation Darmstadt.
Elektronische Aktenführung, digitale Bürgerservices oder die Nutzung digitaler Zwillinge in der Stadtplanung: 44 verschiedene Einzelmaßnahmen umfasst die Digitalstrategie unter dem Titel „Mission 2030“. Darüber konnten sich Bürger:innen am Dienstag informieren und mit Expert:innen und Vertreter:innen der Stadtverwaltung sowie der Stadtwirtschaft ins Gespräch kommen.
Kooperation mit emergenCITY und DiReX
Teil der Strategie ist auch eine Kooperationen mit dem LOEWE-Zentrum emergenCITY und dem Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) der Technischen Universität Darmstadt. Dabei geht es unter anderem darum, Konzepte und Methoden zur Krisenkommunikation in einem realen urbanen Umfeld zu evaluieren und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu fördern.
„Sowohl die Übertragung von Echtzeitinformationen aus der Stadt wie auch das Weiterleiten von Warnmeldungen an Bürgerinnen erfordert eine resiliente Kommunikationsinfrastruktur“, heißt es dazu in der Strategie.
Wie können digitale Lösungen Städte in Krisen handlunsgfähiger machen?
An Themeninseln beantworteten Michèle Knodt, DiReX-Direktorin und stellvertretende Koordinatorin von emergenCITY und Christian Wagner, Brandoberrat und stellvertretender Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Darmstadt die Fragen der Besucher:innen zu Sicherheit, Bevölkerungsschutz und Resilienz. Fabian Jankowski von der Digitalstadt Darmstadt moderierte und notierte das Feedback der Besucher:innen an einer Themenwand. Dabei ging es vor allem um die zentrale Frage: Wie können digitale Lösungen Städte auch in Krisen handlungsfähiger machen?
„Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern haben wir darüber gesprochen, wie Krisenkommunikation im Stromausfall funktionieren kann, welche Rolle analoge und digitale Informationskanäle spielen, und wie Forschung und Praxis zusammenarbeiten müssen, um Resilienz wirklich im Alltag zu verankern“, sagte Michèle Knodt. Gerade der Austausch mit der Stadtgesellschaft zeige, dass Resilienz nicht nur durch Technik entstehe, sondern durch informierte, vorbereitete und vernetzte Menschen.
Noch bis zum 13. März 2026 können Bürger:innen den Entwurf der Digitalstrategie einsehen und Rückmeldungen geben.