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Besuch im eHuB: Internationale Nachwuchsforscher:innen zu Gast

Eine Gruppe Menschen steht neben einem Gebäude.

Die Gäste aus aller Welt besuchten das eHUB auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt. © / emergenCITY

Nachwuchswissenschaftler:innen aus verschiedenen Ländern und Forscher:innen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) waren am 24. Juni 2026 zu Gast im eHUB auf dem Campus Lichtwiese der Technischen Universität Darmstadt. Wie nachhaltige Stadtentwicklung, Klimaanpassung und digitale Resilienz ineinandergreifen und von der Notfallkommunikation bis zum klimagerechten Stadtdesign zusammenwirken, stand dabei im Zentrum des Austauschs.

Die internationalen Gäste nehmen derzeit im Rahmen der Auszeichnung „Digital GreenTalents” des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) an einer Summer School in Deutschland teil, die vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) am KIT organisiert wird.

Demonstratoren für Notfallkommunikation

Ein Mann steht in einem Raum vor einem Smartboard und spricht.

Joachim Schulze, Leiter Reallabore bei DiReX, erklärte den Forscher:innen die Funktionsweise der Litfaßsäule 4.0. © / emergenCITY

Wie digitale Resilienz in der Praxis aussehen kann, stellte Joachim Schulze, Leiter Reallabore im Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX), anhand der Forschung des LOEWE-Zentrums emergenCITY vor. Schulze zeigte der internationalen Forscher:innengruppe das eHUB, ein energieautarkes Gebäude, das im Krisenfall als Energie- und Informationshub dienen kann und mit Smart-Home-Funktionen ausgestattet ist, und präsentierte Modelle der Demonstratoren Litfaßsäule 4.0 und Heinerbox, die ebenfalls in emergenCITY entwickelt wurden. 

Die mit Photovoltaik und Methanol-Brennstoffzelle ausgestattete Litfaßsäule 4.0 ermöglicht bei Stromausfall, Warnmeldungen der Feuerwehr als Laufschrift auf einem LED-Display anzuzeigen. Die Heinerbox ist eine smarte Sensorbox, die Umwelt- und Mobilitätsdaten für eine nachhaltige Stadtplanung erfasst und zukünftig ein Notfallnetz aufspannen könnte, dass in Krisensituationen die Notfallkommunikation unterstützt. Beide Demonstratoren werden aktuell im Darmstädter Stadtquartier Lichtenbergblock einem Praxistest unterzogen.

Austausch zu Stadtplanung und Klimaresilienz

Eine Frau steht in einem Raum vor einem Smartboard und spricht.

Annette Rudolph-Cleff, emergenCITY-PI und Professorin der TU Darmstadt, erläuterte das „Urban Stream Syndrom". © / emergenCITY

Annette Rudolph-Cleff, emergenCITY-PI und Professorin für Entwerfen und Stadtentwicklung an der Technischen Universität Darmstadt, zeigte auf, welche Rolle Klimafragen in der Stadtplanung haben: Sie erläuterte, wie historischer Hochwasserschutz und Hitzeinseln zusammenhängen, warum das „Urban Stream Syndrom” die Entstehung von Hitzeinseln begünstigt und weshalb nachhaltiges Design urbaner Landschaften angesichts des Klimawandels heute von besonderer Wichtigkeit ist.
 
Die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler:innen aus aller Welt beschäftigen sich in ihrer Forschung mit Fragen zu Themen wie Klimawandel, Energietechnologien, Stadtplanung, aber auch mit Kl, maschinellem Lernen und Datenanalyse. Joachim Schulze betonte die Bedeutung des Austauschs mit den Gästen: „Wir freuen uns, dass das Interesse der jungen Wissenschaftler:innen aus Indien, Marokko, Kanada, Malaysia, Benin und weiteren Staaten so groß war und wir die Möglichkeit hatten, unsere Demos und Prototypen vor einem international besetzten Publikum zur Diskussion zu stellen.“

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