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Dialog auf der Feuerwache: Gemeinsam für Sicherheit und Resilienz in der Krise

Drei Personen stehen vor einem Modell einer Litfaßsäule, im Hintergrund stehen Feuerwehrwagen.

Joachim Schulze, Leiter Reallabore in DiReX, sprach beim "Dialog auf der Feuerwache" in Frankfurt mit den Grünen-Politikerinnen Miriam Dahlke (l.) und Friederike von Franqué (r.) über die Litfaßsäule 4.0. © / DiReX

Wie bleibt Sicherheit in der Krise gewährleistet? Wie erreichen verlässliche Informationen die Bevölkerung, wenn die gewohnten Kanäle ausfallen? Die Feuerwehr Frankfurt lud gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen am 27. Mai Einsatzkräfte sowie Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft zum Austausch auf die Feuer- und Rettungswache in Frankfurt ein. Auch das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) präsentierte sich vor Ort.

Beim „Dialog auf der Feuerwache“ sprachen die Teilnehmer:innen über Herausforderungen im Brand- und Katastrophenschutz, eine krisenfeste Sicherheitsarchitektur, Eigenverantwortung der Bevölkerung und die Rolle von Vernetzung für die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit. Am Stand im Hof der Wache präsentierte Joachim Schulze, Leiter Reallabore in DiReX, mit dem eHUB, der Litfaßsäule 4.0 und der Heinerbox die aktuelle Forschung des LOEWE-Zentrums emergenCITY zu digitaler Resilienz. Die drei Demonstratoren sind darauf ausgelegt, gerade dann noch zu funktionieren, wenn die gewohnte Infrastruktur versagt, und im Krisenfall die Kommunikation sicherzustellen, um die Bevölkerung zuverlässig mit Informationen zu versorgen.

„Der Dialog auf der Feuerwache unterstrich die Notwendigkeit, die Resilienz unserer Gesellschaft zu stärken und verschaffte neue spannende Perspektiven auf den Katastrophenschutz und die Krisenbewältigung“, sagte Joachim Schulze. Am Stand tauschte er sich mit Teilnehmer:innen zu diesen Themen und den emergenCITY-Demonstratoren und Prototypen aus. 

Demonstratoren für Krisenkommunikation

Das eHUB ist ein inselfähiges Smart Home, das bei Stromausfall eigenständig Energie bereitstellt und im Krisenfall als Informations- und Notfallkommunikationshub dient. Damit Warnmeldungen auch ohne Strom die Bevölkerung erreichen, setzt die Litfaßsäule 4.0 auf energieautarke Versorgung: Dank Photovoltaik und Brennstoffzelle kann die Feuerwehr Informationen auf integrierten LED-Anzeigen auch bei einem langanhaltenden Stromausfall ausspielen. Der Prototyp der Litfaßsäule steht seit April 2025 auf dem Riegerplatz in Darmstadt.

Auch die Heinerbox, eine smarte Sensorbox, die Umwelt- und Mobilitätsdaten zur Unterstützung einer nachhaltigen Stadtplanung erfasst, unterzieht sich aktuell dem Praxistest. 40 Heinerboxen sind im Darmstädter Lichtenbergblock an Laternen montiert und dienen als Reallabor für die Kommunikation in der Krise. Derzeit wird erforscht, wie die Heinerboxen bei Stromausfall ein Notfallnetz aufspannen können, das Lagedaten für Krisenstäbe und Informationen für die Bevölkerung verfügbar hält.

Grußworte und Reden

Eine Gruppe von Personen sitzt auf Biertischgarnituren und hört einer Person zu, die einen Vortrag vor einem Feuerwehrwagen hält.

Die Feuerwehr Frankfurt lud gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen Einsatzkräfte sowie Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft zum Austausch auf die Feuer- und Rettungswache in Frankfurt ein. © / DiReX

Martin Rößler, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz sprach vor Ort das Grußwort. „Im Brand- und Katastrophenschutz kann sich das Land Hessen auf die Feuerwehren verlassen“, sagte er und betonte zudem: „Zum Bevölkerungsschutz gehört indes nicht nur eine gut ausgestattete Feuerwehr, sondern auch eine aktive Bevölkerung.“

Frankfurts Branddirektor Markus Röck berichtete von seinem Besuch in der Ukraine. Die schnelle Anpassungsfähigkeit der Ukrainer:innen sei eine der wesentlichen Voraussetzungen für deren hohe Resilienz, erinnerte sich Joachim Schulze an den lebendig geschilderten Vortrag. 

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