DiReX bei den Darmstädter Tagen der Transformation
Wissenschaftler und Reallabor-Leiter Joachim Schulze stellte die Litfaßsäule 4.0 vor. © Klaus Mai /
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Bei den Darmstädter Tagen der Transformation stellten Michèle Knodt, Joachim Schulze und Frank Hessel den „Digitalen Heinerblock“ in der Schader Stiftung vor.
Das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) war bei den diesjährigen Darmstädter Tagen der Transformation der Schader Stiftung vertreten. Gemeinsam mit Akteur:innen von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei, Rettungsdiensten sowie aus Verwaltung, Kommunal- und Landespolitik und Wirtschaft diskutierten die Wissenschaftler:innen am 28. März 2025 in einem Sounding Board über Maßnahmen zur Transformation des Darmstädter Lichtenbergblocks in das resiliente Stadtquartier Heinerblock.
Die wissenschaftliche Basis für dieses Projekt stammt aus dem LOEWE-Zentrum emergenCITY, das seit mehreren Jahren zum „Digitalen Heinerblock“ forscht und innovative Lösungen entwickelt. DiReX nimmt diese Ergebnisse nun auf und führt sie gezielt in die Anwendung und geht in den Austausch mit relevanten Stakeholdern. Zur Transformation des Stadtviertels zählen Maßnahmen der Verkehrsberuhigung, die mehr Raum für soziale Begegnungen schaffen, ebenso wie klimaadaptive Lösungen und Konzepte der Krisenvorsorge.
In einem Sounding Board diskutierten Vertreter:innen aus Katastrophenschutz und Hilfeleistungsorganisationen, aus der Verwaltung und Politik sowie Unternehmen mit DiReX-Expert:innen. © Klaus Mai /
Johanna Herdt, Leitende Branddirektorin der Feuerwehr Darmstadt, im Gespräch mit Michèle Knodt, Direktorin DiReX. © Klaus Mai /
Litfaßsäule 4.0 und Sensornetz im Heinerblock
Beispiele dafür sind die Litfaßsäule 4.0 sowie ein Netzwerk aus Sensorboxen, das die DiReX-Wissenschaftler:innen Michèle Knodt und Joachim Schulze sowie emergenCITY-Wissenschaftler Frank Hessel vorstellten. Diese Prototypen zeigen, wie digitale Technologien die urbane Resilienz stärken können. Entscheidend ist dabei nicht nur die technische Zuverlässigkeit, sondern auch eine transparente Kommunikation und die frühzeitige Beteiligung der Nachbarschaft.
„Resilienz entsteht nicht auf dem Papier. Sie muss aktiv geübt und gemeinsam gestaltet werden,“ so die DiReX-Direktorin und stellvertretende wissenschaftliche Koordinatorin von emergenCITY, Michèle Knodt.
In den Diskussionen wurde zudem deutlich, dass der Einsatz solcher Technologien eng in Governance-Prozesse eingebettet werden muss: klare Zuständigkeiten, Kooperation verschiedener Akteure und eine krisenfeste Organisation auf kommunaler Ebene bilden die Grundlage für einen wirksamen Einsatz.