Heinerbox und Krisopolis in Berlin präsentiert
Ein junger Besucher testet das Serious Game Krisopolis am Stand von emergenCITY. © Annette Riedl / Staatskanzlei Photothek
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Zum Tag der offenen Tür der Hessischen Landesvertretung in Berlin am Tag der Deutschen Einheit erhielten Besucher:innen Einblick in zwei anwendungsnahe Forschungsprojekte.
Das Land Hessen präsentierte sich am 3. Oktober in den Ministergärten in Berlin mit wissenschaftlichen Forschungs-, Kultur- und Innovationsprojekten. Rund 14.500 Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren.
Auf Einladung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) war auch das LOEWE-Zentrum emergenCITY vertreten.
Am Stand von emergenCITY stellten Jakob Huth und Frank Hessel zwei aktuelle Demonstratoren vor, die auch im Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) weitervermittelt werden: das Serious Game Krisopolis und die Heinerbox, eine intelligente Sensorbox mit eigenem Notfallnetz.
Frank Hessel erläutert Besucher:innen die Funktionsweise der Heinerbox und zeigt, wie Technik im Notfall Kommunikation sichern kann. © / emergenCITY
Technik, die auch im Notfall funktioniert
In Krisopolis schlüpfen die Spieler:innen in die Rolle von Stadtbewohner:innen, die auf verschiedene Krisenszenarien wie Stromausfälle, Pandemien oder Wasserknappheit reagieren müssen. Ziel ist es, auf spielerische Weise ein Bewusstsein für Krisenvorsorge und Resilienz zu schaffen.
Auch Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels besuchte den Stand und sprach mit Krisopolis-Entwickler Jakob Huth über die Bedeutung solcher Bildungsangebote.
„Da ist es gut, wenn wir über solche Lernspiele zumindest sensibel werden für die Themen und uns mit ihnen beschäftigen. Deswegen finde ich das eine so tolle Anwendung“, so der Minister.
Krisopolis-Entwickler Jakob Huth erklärt einem jungen Gast, wie das Spiel spielerisch Wissen über Krisenvorsorge vermittelt. © / emergenCITY
Spielerisch vorbereitet auf Technik, die auch im Notfall funktioniert
Parallel präsentierte Frank Hessel die Heinerbox, wobei es sich um ein Messsystem handelt, das Umwelt- und Verkehrsdaten im Stadtgebiet erfasst und im Ernstfall ein eigenes Notfall-Kommunikationsnetz bereitstellen kann. Die Boxen werden im Herbst im Lichtenbergblock des Darmstädter Martinsviertels installiert, als Teil des Projekts Digitaler Heinerblock, das das Quartier zu einem Reallabor für urbane Resilienz macht.
Die Daten, die die Boxen sammeln, werden gemeinsam mit der Stadt Darmstadt ausgewertet und können sowohl für nachhaltige Stadtplanung als auch für den Katastrophenschutz genutzt werden, etwa, um im Brandfall schnell den Ursprung eines Feuers zu lokalisieren.