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LÜKEX 26 Hitze und Dürre: Wie gelingt erfolgreiche Krisenkommunikation?

Zwei Personen stehen vor einem Roll-Up mit der Aufschrift BBK und LÜKEX.

Joachim Schulze (rechts), Leiter Reallabore in DiReX, sprach auf dem Thementag im Vorfeld der Krisenübung LÜKEX mit Bo Tackenberg, Mitarbeiter im Referat Bevölkerungsverhalten in Krisen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). © / DiReX

Fünf Dürrejahre in Deutschland und dann auch noch eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius: Dieses dramatische Szenario wird bei der Krisenmanagementübung „LÜKEX“ im November angenommen. Es wird mit 150 teilnehmenden Organisationen die bisher größte Übung von Bund und Ländern zur Bewältigung komplexer Krisenlagen werden.

Neben strategischen Entscheidungen zum Schutz der Bevölkerung, soll auch eine gute Krisenkommunikation geübt werden. Im Vorfeld der Kernübung nahm Joachim Schulze, Leiter Reallabore im Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX), vom 5. bis 6. Mai begleitend am Thementag „Krisenkommunikation“ an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung in Bad Neuenahr-Ahrweiler teil.  

Thementag Krisenkommunikation

Der Thementag beleuchtete verschiedene Perspektiven der Krisenkommunikation, darunter Voraussetzungen, Herausforderungen und Best Practices. Daneben ging es um Desinformation, Soziale Medien in der Krisenkommunikation, Bevölkerungsverhalten in Krisen und den Hitzeschutzplan Gesundheit.

Joachim Schulze nutzte die Gelegenheit, um sich vor Ort zu diesen Themen auszutauschen und zu vernetzen. So sprach er unter anderem mit Bo Tackenberg, Mitarbeiter im Referat Bevölkerungsverhalten in Krisen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), über den neuen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. Er hält Tipps für die persönliche Notfallvorsorge bei Stromausfall, Hochwasser oder Extremwetter bereit, erklärt, was bei einem Brand zu tun ist oder wie man trotz ausgefallener Netze informiert bleiben kann.

„Der Austausch war sehr wertvoll, und die Vorträge passten inhaltlich sehr gut zu meiner bisherigen Forschungsarbeit zur Krisenkommunikation und zur Arbeit in DiReX“, sagte Joachim Schulze. „Unsere Forschungsergebnisse wurden bestätigt, andere Themen wiederum konkretisiert.“ Beeindruckend sei zudem der Besuch des ehemaligen Regierungsbunkers in Bad Neuenahr-Ahrweiler gewesen, einst geheimer Atomschutzbunker im Kalten Krieg, heute zugängliche Dokumentationsstätte.

Hintergrund zur LÜKEX

Seit 2004 koordiniert das BBK die LÜKEX, in der Krisenstäbe von Bundesbehörden, Ländern, Betreibern Kritischer Infrastrukturen und Hilfsorganisationen in Simulationen gemeinsame Abläufe und Strategien üben. In Vorbereitung der eigentlichen Übung gibt es zahlreiche Vertiefungsübungen, Netzwerk- und Weiterbildungstreffen. Neben den 150 aktiv teilnehmenden Organisationen, nimmt DiReX als eine von 70 weiteren Organisationen begleitend an der LÜKEX teil.

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