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Medienresonanz: Einordnung zum Stromausfall in Berlin

Jugendstilgebäude des Bahnhofs Mexikoplatz in Berlin bei Sonnenschein.

Stadtteile im Südwesten Berlins wie Zehlendorf mussten mehrere Tage ohne Strom auskommen. (Archivbild Bahnhof Mexikoplatz in Berlin Zehlendorf) © Katja Xenikis / Adobe Stock

Nach dem mehrtägigen Stromausfall in Berlin wollten regionale Medien von Experten wissen, wie gut kritische Infrastrukturen in Hessen und Darmstadt geschützt sind. Michèle Knodt, Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX) an der Technischen Universität Darmstadt und stellvertretende Koodinatorin im LOEWE-Zentrum emergenCITY, gab dazu am 5. Januar in der hessenschau des Hessischen Rundfunks und am 7. Januar im Darmstädter Echo eine Einordnung.

Ein lückenloser Schutz der Versorgungsnetze gegen Sabotgeakte sei nicht realistisch, sagte Michèle Knodt dem Darmstädter Echo. „Viel wichtiger als jetzt zu überlegen, wo man einen höheren Zaun bauen könnte, ist sicherzustellen, dass unsere kritischen Infrastrukturen resilient sind“, sagte die Politikwissenschaftlerin in der hessenschau. Ziel sei es im Krisenfall, schnell wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Ein Schlüssel zur schnellen Bewältigung von Netz-Teilausfällen seien Redundanzen, also doppelte Strukturen, so die Expertin im Darmstädter Echo. Die seien zwar teuer, ermöglichten aber Ersatzlösungen.

In beiden Interviews verwies sie auf die Litfaßsäule 4.0, eine energieautarke Erweiterung für Litfaßsäulen. Der Prototyp wurde im April 2025 auf dem Riegerplatz in Darmstadt eingeweiht. Wenn der Strom länger ausfällt und damit auch übliche Kommunikationsmittel wie Internet oder Fernsehen ausfallen, kann sie dank Brennstoffzelle und Photovoltaik weiterhin Informationen von Behörden auf dem Display anzeigen lassen.

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