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Medienresonanz: Hessische Digitalministerin Sinemus im eHUB

Eine Gruppe von Menschen steht in vor einem Bildschirm im eHUB. Im Vordergrund ist eine Videokamer zu sehen.

Medienvertreter:innen begleiteten den Besuch von Ministerin Kristina Sinemus im eHUB der TU Darmstadt. © Adrian Noltemeier / DiReX

Im Rahmen der ersten hessischen Resilienzwoche besuchte Digitalministerin Kristina Sinemus am 7. September das eHUB auf dem Campus Lichtwiese. Der Besuch löste eine breite regionale und überregionale Berichterstattung zur Frage aus, wie Städte bei großflächigen Stromausfällen resilienter aufgestellt sein können. Michèle Knodt, Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX), Joachim Schulze, Leiter Reallabore DiReX sowie Florian Steinke vom LOEWE-Zentrum emergenCITY erläuterten gegenüber der Ministerin und den anwesenden Medienvertreter:innen die Funktionsweise des energieautarken eHUBs.

Das inselfähige Gebäude kann sich bei einem Blackout vom öffentlichen Stromnetz abkoppeln. Diese Unabhängigkeit ist im Krisenfall entscheidend, da das eHUB so die eigene Stromversorgung über die Photovoltaikanlage sicherstellen kann. Private Photovoltaikanlagenbesitzer können das in der Regel nicht, da die verbauten Wechselrichter an das öffentliche Netz gekoppelt sind, sodass bei einem Blackout kein Strom mehr verfügbar ist.

Michèle Knodt erklärte in der hessenschau, wie das eHUB zur gesellschaftlichen Resilienz beitragen kann: Über diese Insellösung könne sowohl die eigene Versorgung sichergestellt, aber auch der Strom mit Nachbarn und kritischer Infrastruktur geteilt werden. Zum Beispiel könnte der Strom an den nächsten Handymast abgegeben werden, um diesen aufrechtzuerhalten und die Notfallkommunikation zu gewährleisten. „Wir versuchen, die Gesellschaft resilienter zu machen – uns also darauf vorzubereiten, dass es in Zukunft unsicherer wird. Strom kann immer ausfallen, aus den verschiedensten Gründen. Dass wir so handlungsfähig bleiben, damit wir nicht im Chaos versinken“, sagte die Politikwissenschaftlerin in der hessenschau.

Sinemus: „Wir müssen resilienter werden“

Digitalministerin Kristina Sinemus sieht in dem Reallabor eine „Blaupause“ für die Resilienz deutscher Städte. Gegenüber SAT.1 erklärte sie, „dass Krisen nicht irgendwie ein theoretisches Gebilde sind, sondern dass das Thema Blackout tatsächlich auch real stattfinden kann. Wir müssen resilienter werden, wir müssen widerstandsfähiger werden. Wir haben die Techniken, wir zeigen das mit diesem Projekt.“ Nun komme es darauf an, solche Lösungen zu skalieren, so Sinemus bei RTL Hessen. Florian Steinke, Professor für Energieinformationsnetze und -systeme an der TU Darmstadt und emergenCITY-PI, erklärte: „Diese Zusammenschaltung verschiedener kleiner Inseln zu einer größeren Insel, die dann auch mehr Personen und Lasten versorgen kann, ist neu. Und bis wir das in der Breite sehen können, braucht es vor allem auf der organisatorischen Ebene noch mehr Anstrengungen.“

Auch in den regionalen Print- und Onlinemedien stieß das Thema auf breite Resonanz. Das Darmstädter Echo und das Regionalportal DA.news berichteten über den Besuch der Ministerin ebenso wie die Portale energie.de, stadt+werk.de sowie das Privatradio FFH.

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