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Medienresonanz: SWR Aktuell Serie zu Resilienz

Auf dem Tablet ist die Startseite des Spiels Krisopolis zu sehen, ein Serious Game, das spielerisch auf Krisen vorbereitet.

Krisopolis ist ein Spiel für Tablets und Smartphones, das spielerisch auf Krisen vorbereitet. © Sascha Mannel / emergenCITY

Wir müssen resilienter werden: Was genau bedeutet das eigentlich? In einer aktuellen Serie beschäftigt sich SWR Aktuell im Hörfunk mit dem Thema Resilienz unter ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten. Am 11. Mai hatte Moderator und Redakteur Stefan Eich Michèle Knodt zu Gast. Mit der Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX) an der TU Darmstadt sprach er über digitale Resilienz in Krisen.

Die Ahrtalkatastrophe oder der Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin haben uns vor Augen geführt, wie verwundbar unsere moderne Gesellschaft ist. „Jahrelang haben wir uns zu sicher gefühlt, vieles abgebaut, wie unter anderem in vielen Städten die Sirenen der Feuerwehr, weil wir das nicht mehr gebraucht haben oder dachten, wir würden es nie wieder brauchen. Und wir merken jetzt langsam, dem ist nicht so“, sagte Michèle Knodt im Interview.

Mit Redakteur und Moderator Stefan Eich sprach sie darüber, wie digitale Werkzeuge die Resilienz der Gesellschaft erhöhen können. Im Detail stellte sie Forschungsergebnisse und Demonstratoren aus dem LOEWE-Zentrum emergenCITY vor, die in DiReX in die Anwendung gebracht werden, darunter DTN als Kommunikationstechnologie: unterbrechungstolerante Netzwerke, die es ermöglichen, Nachrichten unabhängig vom Mobilfunknetz von Handy zu Handy zu senden. Außerdem erklärte sie die Litfaßsäule 4.0, eine energieautarke Warnsäule, die Menschen unabhängig vom Stromnetz in den Wohnquartieren warnen und informieren kann.

Inselfähige, energieautarke Gebäude könnten kritische Infrastrukturen mit Strom versorgen

Im Gespräch erläuterte die Professorin für Politikwissenschaft darüber hinaus, warum Gebäude mit PV-Anlage in einer Krise den Strom nicht automatisch selbst nutzen können. Dazu müssten sie mit einem inselfähigen Wechselrichter ausgestattet werden. So könnten inselfähige Gebäude mit Photovoltaik in der Krise kritische Infrastrukturen mitversorgen.

Und schließlich gab sie einen kurzen Einblick in Krisopolis, ein Serious Game, das spielerisch auf Krisen vorbereitet.„Ich glaube, wir müssen uns wieder darauf rückbesinnen, dass wir selbst eine Krise, zumindest eine Zeit lang, ganz gut alleine managen können“, so Michèle Knodt weiter. Wasser im Keller, genügend Vorräte in der Wohnung, Wissen rund um Krisenvorsorge – das alles helfe.

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