Sonnenstürme, Satelliten und Sicherheit: DiReX und emergenCITY im Austausch mit der ESA
v.l.n.r. Matthias Hollick, Professor an der TU Darmstadt und emergenCITY-Koordinator, Michèle Knodt, Professorin an der TU Darmstadt und Direktorin DiReX, Florian Steinke, emergenCITY-PI und Professor an der TU Darmstadt, Myriam Koch, Professorin an der TU Darmstadt, Julian Zobel, wissenschaftlicher Mitarbeiter in emergenCITY, Avikal Somvanshi, wissenschaftlicher Mitarbeiter in emergenCITY, Juha-Pekka Luntama, Head of the Space Weather Office und Jorge Amaya, Space Weather Modelling Koordinator. © / DiReX
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Wie gefährlich ist eigentlich das Wetter im Weltraum? Und was bedeutet das für unsere kritischen Infrastrukturen auf der Erde? Ein Team aus Wissenschaftler:innen erlebte am 1. Oktober 2025 beim European Space Operations Centre (ESOC) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Darmstadt, welche weitreichenden Auswirkungen Sonnenaktivität auf unsere technologische Welt haben kann.
Weltraumwetter kann wunderschön und gefährlich zur gleichen Zeit sein: Es sorgt nicht nur für spektakuläre Polarlichter, sondern kann auch ernsthafte Folgen für unsere Infrastrukturen haben. Sonnenstürme, also starke Ausbrüche von Plasma und elektromagnetischer Strahlung, können die Funktionen des Stromnetzes, der Satellitenkommunikation und von Navigationssystemen erheblich beeinträchtigen.
Beim Besuch im ESOC erhielten die Forschenden der Technischen Universität Darmstadt, des LOEWE-Zentrums emergenCITY und des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX) spannende Einblicke in die Arbeit des Space Weather Office der ESA. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die kontinuierliche Beobachtung der Sonnenaktivität und die Entwicklung präziser Frühwarnsysteme sind, um Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen zu erkennen und abzumildern.
Forschung trifft Praxis: Resilienz stärken durch Kooperation
Im Mittelpunkt des Austauschs mit Juha-Pekka Luntama, Head of the Space Weather Office, und Jorge Amaya, Space Weather Modelling Koordinator bei der ESA, stand die Frage, wie sich Erkenntnisse aus der Weltraumforschung für den Schutz irdischer Systeme nutzen lassen. Diskutiert wurden unter anderem Ansätze zur Datenanalyse, zu internationaler Zusammenarbeit und zu Strategien für den Umgang mit potenziellen Störungen durch Weltraumwetter.
Blick in die Zukunft der Zusammenarbeit
DiReX, emergenCITY und die ESA wollen ihre Kooperation künftig intensivieren, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen direkt in praktische Anwendungen überführt werden, um die Widerstandsfähigkeit moderner Infrastrukturen zu erhöhen.