Übung zu Starkregen: DiReX trainiert mit nordhessischen Verwaltungen für den Ernstfall
Tim Rieth, DiReX-Innovationsmanager und Joachim Schulze, Leiter Reallabore (v.l.n.r.), beteiligten sich an der Krisenmanagement-Übung. © / DiReX
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Wie können Verwaltungen in Hessen auf Extremwetterereignisse besser vorbereitet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer groß angelegten Stabsrahmenübung, die am 6. November 2025 vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Kassel und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Wiesbaden organisiert wurde.
Joachim Schulze, Leiter Reallabore im Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX), und Tim Rieth, neuer Innovationsmanager bei DiReX waren in die Übung beim HLNUG in Wiesbaden integriert. „Wir betreuten die Themen Lagebild und Gesundheit und mussten alle wichtigen Informationen, unter anderem zu einem Wassereinbruch in einem Krankenhaus oder einer nicht mehr passierbaren Brücke, zusammentragen“, so Joachim Schulze.
Training für den Krisenfall
Bei der Krisenmanagement-Übung des HLNUG in Wiesbaden trainierten die Krisenstäbe der Verwaltungen, wie sie bei Starkregen schnell reagieren können. © / DiReX
In dem realitätsnahen Szenario simulierten nordhessische Verwaltungsstäbe ein Starkregenereignis mit überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Ziel war es, Kommunikationswege zu erproben, Entscheidungsprozesse zu prüfen und das Zusammenspiel der beteiligten Behörden zu verbessern. Auch das Landeskommando Hessen der Bundeswehr war in die Übung eingebunden.
HLNUG-Präsident Thomas Schmid betonte: „Extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Dürre oder Hitze treten immer häufiger und intensiver auf. Deshalb ist es entscheidend, dass Verwaltungen auf allen Ebenen vorbereitet sind und im Ernstfall reibungslos zusammenarbeiten. Mit KLIMPRAX Krisenvorbereitung schaffen wir praxisnahe Trainingsbedingungen und stärken so die Krisen und Anpassungsfähigkeit in Hessen.“
Hintergrund: Projekt KLIMPRAX Krisenvorbereitung
Die Übung war Teil des Projekts KLIMPRAX Krisenvorbereitung, das hessische Verwaltungen seit 2022 bei der Anpassung an klimawandelbedingte Extremwetterereignisse unterstützt. Ziel ist es, Kaskadeneffekte besser zu erkennen, Schnittstellen zu optimieren und die Resilienz Hessens zu stärken. Nach dem Auftakt in Nordhessen folgen im kommenden Jahr weitere Übungen in den Regierungspräsidien Gießen und Darmstadt.