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Urbane Datenplattformen und Digitale Zwillinge

Digitale Zwillinge könnten in Krisen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. © Heng Heng / Adobe Stock, KI-generiert

NEXUS-Simulator Kommunen, Polizei und Feuerwehr vorgestellt

Welche Folgen Ausfälle von kritischen Infrastrukturen haben können, ist nicht immer leicht abzuschätzen. Wie der Echtzeit-Simulator NEXUS dabei helfen kann, das diskutierten DiReX- und emergenCITY-Mitarbeitende mit Vertreter:innen hessischer Kommunen, der Polizei und Feuerwehr am 20. Februar und 5. Mai.

Die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu stärken, ist ein Ziel, welches das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das LOEWE-Zentrum emergenCITY und das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) gemeinsam verfolgen. Seit einigen Jahren besteht daher eine enge Zusammenarbeit. In zwei Veranstaltungen präsentierten Mitarbeitende nun die Ergebnisse aus der Forschung zu urbanen Datenplattformen, digitalen Zwillingen und dem Echtzeit-Simulator NEXUS hessischen Kommunen sowie Feuerwehr und Polizei.

Forschungsergebnisse zu digitalen Zwillingen hessischen Kommunen präsentiert

Den Aufschlag machte am 20. Februar Tobias Gebhard, wissenschaftlicher Mitarbeiter in emergenCITY und am Institut für den Schutz terrestrischer Infrastrukturen am DLR. Er zeigte hessischen Kommunen die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe zu Digitalen Zwillingen für Infrastrukturen. Eingeladen hatte ihn das hessische Digitalministerium zu einem Online-Erfahrungskreis, in dem sich hessische Kommunen, die im Programm „Starke Heimat Hessen“ gefördert werden, regelmäßig austauschen. Titel der Veranstaltung war „Kommunale Datenplattformen“.


Er gab unter anderem Einblicke in die Forschungsarbeit zu digitalen Zwillingen. Digitale Zwillinge, also virtuelle Simulationen einer Stadt, verbunden mit den realen Infrastruktursystemen, helfen dabei, während einer Krise den Überblick über kritische Infrastrukturen zu behalten und mithilfe von Simulationen in Echtzeit herauszufinden, welche Folgen bestimmte Maßnahmen auf das Strom-, Wasser- und Verkehrssystem haben können. Damit können Was-Wäre-Wenn-Szenarien simuliert werden, um beispielsweise Krisenstäbe zu unterstützen, schnelle und fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Forscher entwickelten dafür ein Modellierungsframework.

Zum Abschluss stellte er den Demonstrator NEXUS vor – einen Echtzeit-Simulator, der komplexe Dynamiken und Abhängigkeiten von kritischen Infrastrukturen visualisiert. So können Störungen und ihre Effekte interaktiv analysiert werden.

Entwicklungsperspektiven mit Feuerwehr und Polizei diskutiert

Um Entwicklungsperspektiven und Praxistauglichkeit des Echtzeit-Simulators zu diskutieren hatten in einem Open Situation Room am 5. Mai die DiReX-Vertreter:innen Michèle Knodt, Elisa Berg und Joachim Schulze die Amtsleiterin der Feuerwehr Darmstadt Johanna Herdt, den stellvertretenden Amtsleiter Christian Wagner, sowie Manfred Burkart, Abteilungsleiter Einsatz des Polizeipräsidiums Südhessen, ins emergenCITY-Lab eingeladen. Tobias Gebhard und seine Kollege Jonathan Sattler stellten dazu den NEXUS erneut vor. In der anschließenden Diskussionsrunde erörterten die Teilnehmer:innen Anforderungen an einen Prototypen, Herausforderungen sowie Anwendungsfälle in der Praxis.

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