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Köpfe, Kompetenzen, Kapazitäten: Wie erfolgreiche kommunale Krisenkoordination funktioniert

Eine Frau steht auf einer Bühne an einem Rednerpult, im Hintergrund sind zwei Präsentationen an der Wand zu sehen, im Vordergrund ist das Publikum auf Stühlend sitzend zu sehen.

Michèle Knodt, Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX), sprach zum Start des Landesprogramms "KOMPASS Resilienz" am 8. Juni in Wiesbaden über erfolgreiche kommunale Resilienz. © / DiReX

Zum Auftakt des neuen Landesprogramms „KOMPASS Resilienz“ des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz sprach Michèle Knodt, Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX), am 8. Juni in Wiesbaden über kommunale Resilienz und erfolgreiche Krisenkoordination. Mehr als 200 Vertreter:innen hessischer Kommunen, Hilfsorganisationen und kommunaler Spitzenverbände waren anwesend.

„In der Krise müssen Kommunen Köpfe, Kompetenzen und Kapazitäten kennen“, sagte Michèle Knodt. „Resilienz ist deshalb keine Kür, sondern fundamentaler Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge.“ Kommunale Resilienz bedeutet, dass Kommunen, Risiken frühzeitig erkennen, sich auf Krisen und Katastrophen vorbereiten, ihre Kernfunktionen auch unter Belastungen aufrechterhalten und sich an veränderte Bedingungen anpassen können.

Erfolgreiche kommunale Krisenkoordination

Zu einer erfolgreichen kommunalen Krisenkoordination gehören etablierte Abstimmungsmechanismen, regelmäßige Austauschformate, etablierte Kommunikationswege und eine frühzeitige Abstimmung. Den anwesenden Bürgermeister:innen, kommunalpolitisch Verantwortlichen und Vertreter:innen der Hilfsorganisationen gab die Politikwissenschaftlerin drei Botschaften mit auf den Weg: „Resilienz entsteht durch Vorbereitung, nicht durch Reaktion. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Verwaltung, KRITIS, BOS und Bevölkerung, die vor der Krise beginnt – durch Koordination, Vernetzung und Übung.“

Innenminister Roman Poseck verwies auf Herausforderungen unserer Zeit: die angespannte Sicherheitslage, hybride Bedrohungen, den Klimawandel und die Corona-Pandemie. „All diese Gefahren eint, dass es nie gelingen wird, sie vollständig abzuwehren. Absolute Sicherheit kann es nicht geben“, so Poseck.

Deshalb komme der Widerstandsfähigkeit des Gemeinwesens, der Resilienz, eine besondere Bedeutung zu. Die Stärkung der Resilienz sei dabei eine gesamtstaatliche und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Neues Landesprogramm KOMPASS Resilienz

Mit KOMPASS Resilienz will das Innenministerium bestehendes kommunales Engagement bündeln, stärken und weiterentwickeln. Auch eine Resilienz-Siegel ist Teil des bundesweit einzigartigen Programms. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Benennung eines/r Resilienzbeauftragten, der/die Maßnahmen vor Ort koordiniert und Ansprechperson ist.

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